AutoRobXL
AutoRobXL
Aufbau Deutschlands führender Innovationsökosysteme für die Automatisierung von Baumaschinen
Executive Summary
Die Automatisierung großer Baumaschinen zählt zu den anspruchsvollsten ingenieurtechnischen Herausforderungen der industriellen Automatisierung.
Im Gegensatz zu Fabrikrobotern, die in strukturierten Umgebungen arbeiten, müssen Baumaschinen komplexe Aufgaben unter sich ständig ändernden Bedingungen ausführen und dabei große, flexible Auslegerstrukturen mit hoher Präzision steuern.
In dem Bewusstsein, dass keine einzelne Organisation über alle erforderlichen Kompetenzen verfügt, wurde AutoRobXL als kollaborative Innovationsinitiative gegründet, die KMU, industrielle Technologieführer und führende Forschungseinrichtungen zusammenbringt, um gemeinsam die nächste Generation intelligenter Baumaschinen zu entwickeln.
Das Netzwerk auf einen Blick
| Spotlight: | AutoRobXL |
|---|---|
| Fokus | Automatisierung von Baumaschinen |
| Netzwerkmanager | Baumgaertner Innovation GmbH / Whiterock AG |
| Universitäten | 3 Institute der TU Dresden |
| Industriepartner | 12+ KMU und Technologieunternehmen |
| Förderinstrument | ZIM-Innovationsnetzwerk / Phase 1 & Phase 2, öffentlich gefördert, anschließend private Finanzierung durch die industriellen Netzwerkpartner. |
Die Herausforderung
Die Automatisierung hat die Fertigung transformiert. Baustellen bleiben grundlegend anders. Große mobile Maschinen arbeiten in dynamischen, unvorhersehbaren Umgebungen und steuern dabei hoch elastische Auslegerstrukturen, die Verformungen und Schwingungen unterliegen.
Autonomen Betrieb zu erreichen, erfordert daher Fortschritte in folgenden Bereichen:
- präzise Positionierung
- Hydraulikregelung
- Sensorik
- mobile Automatisierung
- Mensch-Maschine-Interaktion
- künstliche Intelligenz
Kein einzelnes Unternehmen kann all diese Disziplinen allein beherrschen.
Die Strategie
Statt isolierte Technologien zu entwickeln, verfolgte AutoRobXL eine umfassendere Vision: Bauen Sie ein Innovationsökosystem, bevor Sie einzelne Produkte entwickeln. Das Netzwerk vereinte:
- Baumaschinenhersteller
- Hydraulikspezialisten
- Sensorunternehmen
- Automatisierungsexperten
- Softwareentwickler
- Universitäten
- zukünftige industrielle Anwender
zu einer vertrauensvollen Kooperationsplattform, die kontinuierlich neue F&E-Projekte hervorbringen kann.
Von Projekten zu einer Plattform
Eines der wichtigsten Ergebnisse von AutoRobXL war der Übergang von einzelnen Forschungsaktivitäten hin zu einer dauerhaften Innovationsplattform. Das Netzwerk initiierte mehrere kollaborative ZIM-Projekte, erweiterte kontinuierlich seine Partnerlandschaft und etablierte neue Formate für die strategische Technologieentwicklung.
Ein Beispiel ist der Ideas Workshop, in dem Netzwerkpartner gemeinsam zukünftige Technologietrends bewerten, bevor sie vielversprechende Konzepte in kollaborative Forschungsprojekte überführen. Statt auf Innovationschancen zu reagieren, schafft das Ökosystem sie aktiv.
Ergebnisse
Während seiner Entwicklung erreichte AutoRobXL mehrere strategische Meilensteine.
- Etablierung eines der führenden kollaborativen Ökosysteme Deutschlands für die Automatisierung von Baumaschinen
- Erfolgreicher Start von sechs kollaborativen ZIM-F&E-Projekten mit einer Förderquote von 100 %
- Vernetzung von KMU mit führenden Forschungsgruppen an der TU Dresden
- Integration industrieller Technologieführer in eine gemeinsame Innovationsplattform
- Einführung kontinuierlichen Technology Scoutings durch Executive Ideas Workshops
- Schaffung einer Grundlage für zukünftige autonome Baumaschinentechnologien
Über die Technologie hinaus
Vielleicht war das wertvollste Ergebnis nicht technologischer Natur. Es war organisatorisch. AutoRobXL zeigte, wie ein Innovationsökosystem kontinuierlich
- neue Partnerschaften
- neue Forschungsideen
- neue Fördermöglichkeiten
- neue industrielle Kooperationen
lange nachdem das ursprüngliche Netzwerk etabliert wurde, hervorbringen kann. Innovation wurde zu einer Fähigkeit statt zu einem Projekt.

Lessons Learned
- Beginnen Sie mit einer gemeinsamen Vision: Jedes erfolgreiche Innovationsökosystem beginnt mit einer gemeinsamen strategischen Vision. In AutoRobXL entwickelten wir eine gemeinsame Technologie-Roadmap, die alle Partner auf langfristige Ziele ausrichtete, und verfeinerten sie kontinuierlich, während Projekte voranschritten und neue Meilensteine erreicht wurden.
- Bauen Sie komplementäre Teams auf: Bahnbrechende Innovation erfordert komplementäre Fähigkeiten statt ähnlicher Expertise. Ein kritischer Erfolgsfaktor war die Integration der gesamten Wertschöpfungskette – von Komponentenherstellern und Softwareentwicklern bis hin zu Maschinenherstellern, KI-Anbietern und führenden Forschungseinrichtungen – in ein kollaboratives Ökosystem.
- Schaffen Sie Vertrauen vor Skalierung: Vertrauen lässt sich nicht allein durch Verträge etablieren – es entsteht durch kontinuierliche Zusammenarbeit. Wir investierten stark in Networking-Aktivitäten und kombinierten regelmäßige virtuelle Meetings mit Vor-Ort-Workshops auf Netzwerk- und Projektebene. Das schuf die Offenheit und das Vertrauen, die für eine erfolgreiche langfristige Kooperation erforderlich sind.
- Bauen Sie eine Innovationspipeline auf: Das Ziel war nie ein einzelnes erfolgreiches Projekt. Unser Ziel war es, eine integrierte Innovationspipeline zu etablieren, die kontinuierlich neue Ideen, kollaborative F&E-Projekte und langfristige Technologiechancen für alle Netzwerkpartner generiert.
Das Ziel war nie, einfach irgendein Projekt gefördert zu bekommen. Unser Anspruch war es, eine sich selbst tragende Innovationspipeline aufzubauen, die kontinuierlich neue Technologien, kollaborative F&E-Projekte und Geschäftschancen für jeden Partner im Ökosystem generiert.
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